Der Ortsname
Schon frühzeitig ist den Historikern aufgefallen, dass die Namen der Ingen-Orte und Weiler-Orte auf althochdeutsche Personennamen zurückgehen. Nachstehend einige Beispiele aus unserem Umfeld:
Allmannsweiler / Albuin, Renhardsweiler / Reginold, Lampertsweiler / Landbold, Wolfartsweiler / Wolferat, Tafertsweiler / Tagebreht.
Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.
Man darf wohl auch trotz einiger Einwände davon ausgehen, dass der Namengeber in der Regel auch der Gründer des Dorfes war. Was Braunenweiler betrifft, so geht der Ortsname wahrscheinlich auf den althochdeutschen Namen Brun, latinisiert Bruno, zurück. Brun bedeutete einmal braun, also der Braune, und hatte dann noch eine zweite Bedeutung, nämlich Bär, bärenstark. Jedenfalls wird mit diesem Namen das Aussehen, die Physiognomie der betreffenden Person beschrieben. Hierzu passt auch eine Schussenrieder Urkunde von 1291, in der ein gewisser Bertholdus dictus Bruno, also genannt der Braune, erwähnt wird. Der berühmteste Träger des Namens war Erzbischof Brun/Bruno von Köln (925-965) Bruder von Kaiser Otto I. Der Name „Bruno“ erscheint allerdings in keiner Urkunde welche den Ort Braunenweiler betrifft, was bei der dürftigen Quellenlage aber auch nicht weiter verwunderlich ist.
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